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george peter j. | 19. September 14
>2200<
„Ein Projekt ist ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Ressourcen (zum Beispiel Geld bzw. Kosten, Produktions- und Arbeitsbedingungen, Personal) und Qualität ein Ziel zu erreichen.“
Ohhhh nein!
Interessant was man so herausfindet, wenn man spontanen Eingebungen einen Begriff anhängt, diesen dann gern und oft benutzt, ohne zu wissen, was er tatsächlich bedeutet und es dann mal nachschlägt.
So Konsequent bin ich dann wohl doch nicht.
Aber der Wille zu beginnen ist durchaus vorhanden.
Gibt es dafür ein Wort?
Die Stahlfeder will vielleicht mal wieder genutzt werden, um sie, mit Tinte benetzt, ein paar feine Linien aufs Papier bringen zu lassen. Das Motiv ist schon ausgemacht, vorerst. Über Komposition und Stil gilt es noch nachzudenken. Ein Vergangenes Werk hängt neben mir. Und es erstaunt mich immer wieder, macht mich ungläubig, dass das tatsächlich aus meiner Feder, durch meine Hände entstanden sein soll. Inspiration.
In Gefahr begeben um dadurch einen Genuss zu erleben reizt mich auch. Mit Schwung ins Gleichgewicht, dann tragen lassen. Reizvoll.
Scheitern ist im letzten Fall vorprogrammiert, aber das birgt den größten Reiz.
Zeitplan, ungewiss. Die Idee allein gibt Zuversicht. Ich freue mich auf den hoffentlich hinreißenden Spott.
Danke fürs Zuhören. G.P.J.
„Ein Projekt ist ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Ressourcen (zum Beispiel Geld bzw. Kosten, Produktions- und Arbeitsbedingungen, Personal) und Qualität ein Ziel zu erreichen.“
Ohhhh nein!
Interessant was man so herausfindet, wenn man spontanen Eingebungen einen Begriff anhängt, diesen dann gern und oft benutzt, ohne zu wissen, was er tatsächlich bedeutet und es dann mal nachschlägt.
So Konsequent bin ich dann wohl doch nicht.
Aber der Wille zu beginnen ist durchaus vorhanden.
Gibt es dafür ein Wort?
Die Stahlfeder will vielleicht mal wieder genutzt werden, um sie, mit Tinte benetzt, ein paar feine Linien aufs Papier bringen zu lassen. Das Motiv ist schon ausgemacht, vorerst. Über Komposition und Stil gilt es noch nachzudenken. Ein Vergangenes Werk hängt neben mir. Und es erstaunt mich immer wieder, macht mich ungläubig, dass das tatsächlich aus meiner Feder, durch meine Hände entstanden sein soll. Inspiration.
In Gefahr begeben um dadurch einen Genuss zu erleben reizt mich auch. Mit Schwung ins Gleichgewicht, dann tragen lassen. Reizvoll.
Scheitern ist im letzten Fall vorprogrammiert, aber das birgt den größten Reiz.
Zeitplan, ungewiss. Die Idee allein gibt Zuversicht. Ich freue mich auf den hoffentlich hinreißenden Spott.
Danke fürs Zuhören. G.P.J.
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george peter j. | 18. September 14
>Donnerstag 2030<
Der Tag begann träge. Träge im Kopf, träge im Körper. Blick aus dem Fenster. Die Sonne, tief orange schob sie sich hinter der Kirchturmspitze empor. Geist hellwach. Kamera, Teleobjektiv, Zoom. Und da waren sie. Die Details. Die begehbare Plattform mit ihren Säulen, die Konturen der Dachkonstruktion, die Verkehrsschilder der dahinter liegenden Brücke, Dunstschwaden, alles sichtbar und doch so weit weg. Musik, Kaffee, Sport. Noch eine Stunde Zeit. Sie blieb heut freiwillig. Hat mich vergessen lassen. Die Folge war ein erfrischender Sprint zum Bus.
Exkurs
Jetzt, nach 12 Stunden auf den Beinen erfreue ich mich am heutigen Tag. Man durfte Wissen anwenden, in Gesprächen. Fachgespräche. Erstaunlich, was nach einem Jahr Studium doch so alles hängen geblieben ist, obwohl zu ergänzen ist, dass das Meiste aus eigenem Interesse, jedoch mit fundiertem Wissen aus der bisherigen Woche, diskutiert wurde. Mir wurde die Sinnhaftigkeit meiner Wahl vor Augen geführt. Gute Motivation, auch wenn sich die Ankündigungen unserer Vorgänger, über die zu erwartende Kompliziertheit dieses Semesters jetzt schon bestätigt. Volle Tage, viele Aufgaben. Aber das hat man vorher gewusst.
Wo ich bin brauche ich nicht zu sagen.
Mir fällt aber eben auf, dass ich vielleicht ein bisschen zu sehr in eine Art fragmentierte Schreibweise gewechselt bin. Obwohl manchmal hilfreich beim Unterstreichen von Inhalten, so denke ich doch, dass das eher der Art und Weise meines Denkens geschuldet ist. Das Zusammenfassen und in Worte kleiden fällt mir im Moment ein bisschen Schwer. Echte Geschichten gibt es wohl, jedoch scheint mir ein Hauch von Zurückhaltung oder auch intensiveren Denkens angebracht. Der Beobachtungsmodus kam ein wenig kurz in den letzten Tagen.
Also gebe ich mir selbst die Zeit und beleuchte alles nochmal in allen mir zu Verfügung stehenden Farben. Vielleicht habe ich die ein oder andere Nuance, einen Kontrast, ein kompositorisches Element übersehen, um das Bild wieder zusammenzufügen.
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
Der Tag begann träge. Träge im Kopf, träge im Körper. Blick aus dem Fenster. Die Sonne, tief orange schob sie sich hinter der Kirchturmspitze empor. Geist hellwach. Kamera, Teleobjektiv, Zoom. Und da waren sie. Die Details. Die begehbare Plattform mit ihren Säulen, die Konturen der Dachkonstruktion, die Verkehrsschilder der dahinter liegenden Brücke, Dunstschwaden, alles sichtbar und doch so weit weg. Musik, Kaffee, Sport. Noch eine Stunde Zeit. Sie blieb heut freiwillig. Hat mich vergessen lassen. Die Folge war ein erfrischender Sprint zum Bus.
Exkurs
Jetzt, nach 12 Stunden auf den Beinen erfreue ich mich am heutigen Tag. Man durfte Wissen anwenden, in Gesprächen. Fachgespräche. Erstaunlich, was nach einem Jahr Studium doch so alles hängen geblieben ist, obwohl zu ergänzen ist, dass das Meiste aus eigenem Interesse, jedoch mit fundiertem Wissen aus der bisherigen Woche, diskutiert wurde. Mir wurde die Sinnhaftigkeit meiner Wahl vor Augen geführt. Gute Motivation, auch wenn sich die Ankündigungen unserer Vorgänger, über die zu erwartende Kompliziertheit dieses Semesters jetzt schon bestätigt. Volle Tage, viele Aufgaben. Aber das hat man vorher gewusst.
Wo ich bin brauche ich nicht zu sagen.
Mir fällt aber eben auf, dass ich vielleicht ein bisschen zu sehr in eine Art fragmentierte Schreibweise gewechselt bin. Obwohl manchmal hilfreich beim Unterstreichen von Inhalten, so denke ich doch, dass das eher der Art und Weise meines Denkens geschuldet ist. Das Zusammenfassen und in Worte kleiden fällt mir im Moment ein bisschen Schwer. Echte Geschichten gibt es wohl, jedoch scheint mir ein Hauch von Zurückhaltung oder auch intensiveren Denkens angebracht. Der Beobachtungsmodus kam ein wenig kurz in den letzten Tagen.
Also gebe ich mir selbst die Zeit und beleuchte alles nochmal in allen mir zu Verfügung stehenden Farben. Vielleicht habe ich die ein oder andere Nuance, einen Kontrast, ein kompositorisches Element übersehen, um das Bild wieder zusammenzufügen.
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
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george peter j. | 17. September 14
>Mittwoch 2000<
Keine Zweifel sind es die mich bewegen dies zu schreiben, sondern Sicherheit.
Die Sicherheit alles richtig gemacht zu haben, groß zu sein, stark zu sein.
Woher nehme ich diese Sicherheit?
Aus den Zweifeln.
Sobald sie sich blicken lassen, versteckt in den tiefsten Ecken des Denkens, gilt es sie zu bekämpfen. Nur die Zweifel, die uns schwächen, die die uns im Wege stehen, uns bremsen, uns flüchten lassen in alte Schemen, längst überholtes, unbrauchbares, ungesundes.
Die, die uns schützen sollen bleiben.
Vielleicht gelingt es mir eines Tages die schlechten Zweifel auszurotten, so wie ungeliebte Vorurteile.
Bis dahin kämpfe ich, nicht nur um Meinetwillen, sondern um den Willen all derer, die die Konsequenzen dieser Zweifel zu spüren bekommen könnten, wenn diese Zweifel erst aus ihren Löchern gekrochen sind und sich in unser Denken und Fühlen gefressen haben.
Ich gewinne. Öfter. Immer öfter. Ein weiteres Puzzleteil meiner selbst.
„Fail harder now so you can succeed easier later“
Dieser Satz gilt auch für dieses.
Besiege ich die Zweifel, so bin ich sicher, muss nichts spielen, nichts verstecken, stehe gerade.
Alles ist gut so wie es ist.
Danke fürs zuhören. G.P.J.
Keine Zweifel sind es die mich bewegen dies zu schreiben, sondern Sicherheit.
Die Sicherheit alles richtig gemacht zu haben, groß zu sein, stark zu sein.
Woher nehme ich diese Sicherheit?
Aus den Zweifeln.
Sobald sie sich blicken lassen, versteckt in den tiefsten Ecken des Denkens, gilt es sie zu bekämpfen. Nur die Zweifel, die uns schwächen, die die uns im Wege stehen, uns bremsen, uns flüchten lassen in alte Schemen, längst überholtes, unbrauchbares, ungesundes.
Die, die uns schützen sollen bleiben.
Vielleicht gelingt es mir eines Tages die schlechten Zweifel auszurotten, so wie ungeliebte Vorurteile.
Bis dahin kämpfe ich, nicht nur um Meinetwillen, sondern um den Willen all derer, die die Konsequenzen dieser Zweifel zu spüren bekommen könnten, wenn diese Zweifel erst aus ihren Löchern gekrochen sind und sich in unser Denken und Fühlen gefressen haben.
Ich gewinne. Öfter. Immer öfter. Ein weiteres Puzzleteil meiner selbst.
„Fail harder now so you can succeed easier later“
Dieser Satz gilt auch für dieses.
Besiege ich die Zweifel, so bin ich sicher, muss nichts spielen, nichts verstecken, stehe gerade.
Alles ist gut so wie es ist.
Danke fürs zuhören. G.P.J.
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george peter j. | 17. September 14
>Mittwoch 1030<
Musik bewegt uns nicht durch Ihre Töne, sondern durch Ihre Pausen.
Ob lang oder kurz, sind nur sie es, die uns einen Rhythmus einhauchen.
G.P.J
Musik bewegt uns nicht durch Ihre Töne, sondern durch Ihre Pausen.
Ob lang oder kurz, sind nur sie es, die uns einen Rhythmus einhauchen.
G.P.J
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george peter j. | 17. September 14
>Mittwoch 0940<
Wo fange ich an, nach diesen zwei Tagen. So viele Eindrücke, und doch nur Alltag. Also spare ich mir das. >Radio aus, Musik an, Gequatsche nervt.<
Zeit. Ein wenig davon habe ich mir heute einfach genommen. Nicht, weil die Nacht kurz war, und das war sie. Ich brauche sie einfach, nicht zuletzt um endlich wieder etwas zu Schreiben. Ja ich habe es nicht vergessen, habe sogar täglich, oft daran gedacht und dann doch nicht die Zeit gefunden. Nun wollte sie heute Morgen schon wieder zügig und ungesehen an mir vorbei, wie eine Vertraute mit schlechtem Gewissen, die mir aus dem Weg geht und es nicht wagt mir ins Gesicht zu blicken. Also habe ich mich ihr in den Weg gestellt. Siehe da, ich sitze hier, wider besseren Wissens und die Zeit ist mit mir. Mein Gewissen ist im Schlafmodus und wird vor 14 Uhr nicht wach sein und da ich bis dahin doch zur Vorlesung fahre, können wir es ruhig in Unkenntnis lassen.
>Musik läuft, Muskeln brennen, Sport<
Ich komme langsam ins Gleichgewicht.
Allmählich überträgt sich die Schärfe des Geistes auf die Kontur meines Körpers. Alte Zustände sind nicht mehr weit. Konsequent bleiben ist wiedermal die Devise. Jeden Morgen mindestens 40 Minuten schwitzen. Kaltes Wasser und dann das ultimative Gefühl der Spannungen mit in den Tag nehmen. Innen ent-, außen gespannt. Ein Hauch von Unzerstörbarkeit. Schöne Droge.
Die Letzten zwei Tage gilt es noch quer zu lesen. Später.
Bis dahin verbringe ich noch einen Moment mit meiner Zeit. Vielleicht gelingt es mir ja sie zu überzeugen, während der Vorlesung ein bisschen Tempo zu machen. Vielleicht gönnt sie mir auch meine liebste Begegnung des Tages. Ein eine Stunde dauernder Augenblick würde mir reichen.
Zuerst muss ich jedoch mein Tempo angleichen. Kaffee!
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
Wo fange ich an, nach diesen zwei Tagen. So viele Eindrücke, und doch nur Alltag. Also spare ich mir das. >Radio aus, Musik an, Gequatsche nervt.<
Zeit. Ein wenig davon habe ich mir heute einfach genommen. Nicht, weil die Nacht kurz war, und das war sie. Ich brauche sie einfach, nicht zuletzt um endlich wieder etwas zu Schreiben. Ja ich habe es nicht vergessen, habe sogar täglich, oft daran gedacht und dann doch nicht die Zeit gefunden. Nun wollte sie heute Morgen schon wieder zügig und ungesehen an mir vorbei, wie eine Vertraute mit schlechtem Gewissen, die mir aus dem Weg geht und es nicht wagt mir ins Gesicht zu blicken. Also habe ich mich ihr in den Weg gestellt. Siehe da, ich sitze hier, wider besseren Wissens und die Zeit ist mit mir. Mein Gewissen ist im Schlafmodus und wird vor 14 Uhr nicht wach sein und da ich bis dahin doch zur Vorlesung fahre, können wir es ruhig in Unkenntnis lassen.
>Musik läuft, Muskeln brennen, Sport<
Ich komme langsam ins Gleichgewicht.
Allmählich überträgt sich die Schärfe des Geistes auf die Kontur meines Körpers. Alte Zustände sind nicht mehr weit. Konsequent bleiben ist wiedermal die Devise. Jeden Morgen mindestens 40 Minuten schwitzen. Kaltes Wasser und dann das ultimative Gefühl der Spannungen mit in den Tag nehmen. Innen ent-, außen gespannt. Ein Hauch von Unzerstörbarkeit. Schöne Droge.
Die Letzten zwei Tage gilt es noch quer zu lesen. Später.
Bis dahin verbringe ich noch einen Moment mit meiner Zeit. Vielleicht gelingt es mir ja sie zu überzeugen, während der Vorlesung ein bisschen Tempo zu machen. Vielleicht gönnt sie mir auch meine liebste Begegnung des Tages. Ein eine Stunde dauernder Augenblick würde mir reichen.
Zuerst muss ich jedoch mein Tempo angleichen. Kaffee!
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
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george peter j. | 14. September 14
>Sonntag 2030<
Das Telefon klingelt. Wie versprochen. Oft gemieden. Vermeidungsstrategien, wiedermal.
Das Gefühl nicht alles wissen, alles geben zu wollen. Ungerechtfertigt. Schlechtes Gewissen. Wiedermal.
Weit weg und ein bisschen froh darüber, nicht immer da zu sein. Mehr schlechtes Gewissen, weil bisweilen unehrlich. In der Vergangenheit. Ich gelobe mir selbst Besserung.
Warum dieses Denken?
Das Wissen und Nichtwissen um die Gefühlslage dieses Menschen macht mich beklommen, hat oft Zweifel an mir gesät. Zum einen, weil ich mir in der Vergangenheit und auch heute noch den Hochmut herausnehme zu glauben, dass ich mit Schuld an dem trage, was diesen Menschen bewegt .
Vielleicht liege ich richtig, vielleicht auch nicht. In diesem besonderen Fall fällt es mir immer noch schwer Sie einfach so zu nehmen wie sie ist, ohne zu unterstellen, dass ich dabei eine zu große Rolle spiele.
Unerwiderte Liebe war im Spiel. Ihrerseits. Unerwidert, nicht nur weil die damalige Situation es nicht zugelassen hätte, sondern schlicht weg, weil es in mir, für sie nichts dergleichen gab.
Der Mut der Offenbarung den sie aufbrachte hat den höchsten nur erdenklichen Respekt verdient. Mein Verhalten, Jahre danach gilt es anzuprangern.
Das Vergangene hat Einzug in Ihre eigene Literatur gefunden. Ich durfte vorab lesen, nur dieses Kapitel. Warum? Ich habe es gelesen, trotz dessen. Und habe mich noch schlechter gefühlt. Mehr Vermeidungsstrategien. Gesagt habe ich ihr dazu einen Satz, immerhin. „Hätte ich vorher gewusst, was ich in Dir angerichtet habe, hätte ich anstatt einer Freundschaft, das Weite gesucht.“
Schweigen. Eine Zeit lang. Davor, wie danach, bei jeder Begegnung, jedem Gespräch, ständig das Gefühl beobachtet zu werden, hinter jedem Wort die Sehnsucht zu hören, die man immer noch nicht teilt. Weniger Gefühl von Freundschaft, mehr Angst vor nicht gewollter Zuneigung.
Heute telefoniert. Versucht ein guter Freund zu sein, zu bleiben. Ich bessere mich, bin weniger zurückhaltend, versuche Kraft zu geben. Über die Zeit, durch Nichterwiderung, Abgewöhnen des Abschiedes „hab dich lieb“. Gelesen, OK. Gesprochen...zuviel. Vermeidungsstrategien. Abstand, nicht ran gehen, lautlos, Telefon zuhause lassen, an Geburtstagen, meinen.
Schlechtes Gewissen, wiedermal. Kein guter Freund, wohl nicht mal das.
Umdenken, offensiver werden, Themen in andere Bahnen lenken, ermutigen zu neuen Wegen, Ideen pflanzen.
Das Gefühl beim Rangehen ist noch da, die Gespräche sind locker, wirklich ehrlich. Das Gefühl beim Abschied bleibt. >Sagt sie es wieder? Nein. Starkes Mädchen<
Das alles seit Jahren.
Ist es Hochmut so zu denken, nur aus einem Gefühl heraus? Strafe ich mich selbst lügen, der, der ich mich selbst als scharfen Beobachter preise und dieses nicht erkenne, oder glaube etwas zu erkennen, was vielleicht gar nicht existent ist? Woher nehme ich das Recht zu solcherlei Unterstellungen? Ich weiß es nicht. Nur ein Gefühl. Unangenehm, zu wissen, das man sich tief im inneren eigentlich geschmeichelt fühlt, nach Außen den Freund mimt und im Inneren lange zeit ein Eisklumpen war. Dieser taut langsam. Ich arbeite an mir, mit Glück wird es die Freundschaft die ich mir wünsche, wird es auch ihre. Bis dahin sollte ich sie werden lassen wie sie es will und den Blick nicht mehr so oft abwenden.
Danke fürs Zuhören. G.P.J.
Das Telefon klingelt. Wie versprochen. Oft gemieden. Vermeidungsstrategien, wiedermal.
Das Gefühl nicht alles wissen, alles geben zu wollen. Ungerechtfertigt. Schlechtes Gewissen. Wiedermal.
Weit weg und ein bisschen froh darüber, nicht immer da zu sein. Mehr schlechtes Gewissen, weil bisweilen unehrlich. In der Vergangenheit. Ich gelobe mir selbst Besserung.
Warum dieses Denken?
Das Wissen und Nichtwissen um die Gefühlslage dieses Menschen macht mich beklommen, hat oft Zweifel an mir gesät. Zum einen, weil ich mir in der Vergangenheit und auch heute noch den Hochmut herausnehme zu glauben, dass ich mit Schuld an dem trage, was diesen Menschen bewegt .
Vielleicht liege ich richtig, vielleicht auch nicht. In diesem besonderen Fall fällt es mir immer noch schwer Sie einfach so zu nehmen wie sie ist, ohne zu unterstellen, dass ich dabei eine zu große Rolle spiele.
Unerwiderte Liebe war im Spiel. Ihrerseits. Unerwidert, nicht nur weil die damalige Situation es nicht zugelassen hätte, sondern schlicht weg, weil es in mir, für sie nichts dergleichen gab.
Der Mut der Offenbarung den sie aufbrachte hat den höchsten nur erdenklichen Respekt verdient. Mein Verhalten, Jahre danach gilt es anzuprangern.
Das Vergangene hat Einzug in Ihre eigene Literatur gefunden. Ich durfte vorab lesen, nur dieses Kapitel. Warum? Ich habe es gelesen, trotz dessen. Und habe mich noch schlechter gefühlt. Mehr Vermeidungsstrategien. Gesagt habe ich ihr dazu einen Satz, immerhin. „Hätte ich vorher gewusst, was ich in Dir angerichtet habe, hätte ich anstatt einer Freundschaft, das Weite gesucht.“
Schweigen. Eine Zeit lang. Davor, wie danach, bei jeder Begegnung, jedem Gespräch, ständig das Gefühl beobachtet zu werden, hinter jedem Wort die Sehnsucht zu hören, die man immer noch nicht teilt. Weniger Gefühl von Freundschaft, mehr Angst vor nicht gewollter Zuneigung.
Heute telefoniert. Versucht ein guter Freund zu sein, zu bleiben. Ich bessere mich, bin weniger zurückhaltend, versuche Kraft zu geben. Über die Zeit, durch Nichterwiderung, Abgewöhnen des Abschiedes „hab dich lieb“. Gelesen, OK. Gesprochen...zuviel. Vermeidungsstrategien. Abstand, nicht ran gehen, lautlos, Telefon zuhause lassen, an Geburtstagen, meinen.
Schlechtes Gewissen, wiedermal. Kein guter Freund, wohl nicht mal das.
Umdenken, offensiver werden, Themen in andere Bahnen lenken, ermutigen zu neuen Wegen, Ideen pflanzen.
Das Gefühl beim Rangehen ist noch da, die Gespräche sind locker, wirklich ehrlich. Das Gefühl beim Abschied bleibt. >Sagt sie es wieder? Nein. Starkes Mädchen<
Das alles seit Jahren.
Ist es Hochmut so zu denken, nur aus einem Gefühl heraus? Strafe ich mich selbst lügen, der, der ich mich selbst als scharfen Beobachter preise und dieses nicht erkenne, oder glaube etwas zu erkennen, was vielleicht gar nicht existent ist? Woher nehme ich das Recht zu solcherlei Unterstellungen? Ich weiß es nicht. Nur ein Gefühl. Unangenehm, zu wissen, das man sich tief im inneren eigentlich geschmeichelt fühlt, nach Außen den Freund mimt und im Inneren lange zeit ein Eisklumpen war. Dieser taut langsam. Ich arbeite an mir, mit Glück wird es die Freundschaft die ich mir wünsche, wird es auch ihre. Bis dahin sollte ich sie werden lassen wie sie es will und den Blick nicht mehr so oft abwenden.
Danke fürs Zuhören. G.P.J.
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george peter j. | 14. September 14
>Sonntag 1900<
Erledigt und tatsächlich belebend.
Als durchaus fauler Mensch (Reste des vorgestrigen Grillabends heute erst beseitigt), ist das immer wieder eine schöne Erfahrung. Wie so oft, habe ich diesen Satz und die daraus resultierende Einstellung nicht in mir selbst gefunden, sondern von einer anderen Person mehr oder minder ungewollt mit auf den Weg bekommen. Ich habe einfach hingehört.
Auf der einen Seite stelle ich immer wieder fest, dass um einen herum so viele interessante und wertvolle Sätze gesagt werden, dass ich mich auf der anderen Seite wundere, warum ich so lange nicht richtig hingehört habe. Ich wäre wohl nicht da wo ich heute bin und schon gar nicht wäre ich, wer ich heute bin.
Welche unvermeidliche Frage drängt sich da auf? Was wäre gewesen wenn...?
Nun bin ich in vielerlei Hinsicht zufrieden mit mir und der Welt und es gibt nicht vieles, was ich im Nachhinein bereue. Ändern kann ich es ja nicht.
Der Übergang vom oft oberflächlichen naiven Jungspunnt zum scharfen Beobachter und Lerner war fließend.
Es hat gedauert, wie erwähnt, Jahre. Viel Zeit wurde aufgewendet Vergangenes zu hinterfragen, Meinungen wurden verworfen, neu aufgestellt, wage gelassen, um sich selbst den gerade neu gewonnenen Blick auf die Dinge nicht sofort wieder zu verschließen.
Das Denken wurde vielschichtiger, die Gespräche tiefgreifender.
Aus einer Erkenntnis wuchs die Nächste und die Nächste bis die Erste nicht mehr stimmte. Ein Kreislauf der Suche.
Positivster Nebeneffekt des Ganzen war die Feststellung, dass ich Tonnen unnütze und teilweise fragwürdige Vorurteile auf den Müll werfen konnte.
All dies kam aber nur selten aus mir selbst heraus, sondern bedurfte Interesse, Zeit und Geduld anderer Menschen.
Diese Menschen sind und bleiben wichtig, auch wenn man einige von ihnen aus den Augen verloren hat. Manche glaubten ihre Wahrheiten seien die richtigen und wandten sich ab, als bemerkt wurde, dass ich weiterging, neues Suchte, auch sie hinterfragte. Andere sind einfach schneller fortgeschritten in ihrer Entwicklung und haben die Seile gekappt, weil es sie bremsen könnte. Wieder andere waren nur kurze Wegbegleiter, im Job, auf Veranstaltungen, beim Sport.
Oder es waren einfach nur spontane Bekanntschaften, auf der Straße, im Club, einer Bar.
Die die blieben sind nicht etwa mit mir den selben Weg gegangen. Nein, die die geblieben sind teilen die selben Schicksale mit denen die nicht geblieben sind. Nur haben sie sich selbst zur Aufgabe gemacht den Blick nicht abzuwenden. Zurückzuschauen, zu unterstützen, um Hilfe zu bitten, sie mitzunehmen. Zu fragen, sich wiederzusehen, in Kontakt zu bleiben, unbestimmt, hin und wieder.
So schaue auch ich stolz auf, helfe gern, vermittle, frage und unterstütze all die, die mir Ihren Blick schenken. Bis heute.
Wichtig sind sie alle, denn sie haben mich zu dem der ich bin werden lassen, und nicht gemacht.
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
Erledigt und tatsächlich belebend.
Als durchaus fauler Mensch (Reste des vorgestrigen Grillabends heute erst beseitigt), ist das immer wieder eine schöne Erfahrung. Wie so oft, habe ich diesen Satz und die daraus resultierende Einstellung nicht in mir selbst gefunden, sondern von einer anderen Person mehr oder minder ungewollt mit auf den Weg bekommen. Ich habe einfach hingehört.
Auf der einen Seite stelle ich immer wieder fest, dass um einen herum so viele interessante und wertvolle Sätze gesagt werden, dass ich mich auf der anderen Seite wundere, warum ich so lange nicht richtig hingehört habe. Ich wäre wohl nicht da wo ich heute bin und schon gar nicht wäre ich, wer ich heute bin.
Welche unvermeidliche Frage drängt sich da auf? Was wäre gewesen wenn...?
Nun bin ich in vielerlei Hinsicht zufrieden mit mir und der Welt und es gibt nicht vieles, was ich im Nachhinein bereue. Ändern kann ich es ja nicht.
Der Übergang vom oft oberflächlichen naiven Jungspunnt zum scharfen Beobachter und Lerner war fließend.
Es hat gedauert, wie erwähnt, Jahre. Viel Zeit wurde aufgewendet Vergangenes zu hinterfragen, Meinungen wurden verworfen, neu aufgestellt, wage gelassen, um sich selbst den gerade neu gewonnenen Blick auf die Dinge nicht sofort wieder zu verschließen.
Das Denken wurde vielschichtiger, die Gespräche tiefgreifender.
Aus einer Erkenntnis wuchs die Nächste und die Nächste bis die Erste nicht mehr stimmte. Ein Kreislauf der Suche.
Positivster Nebeneffekt des Ganzen war die Feststellung, dass ich Tonnen unnütze und teilweise fragwürdige Vorurteile auf den Müll werfen konnte.
All dies kam aber nur selten aus mir selbst heraus, sondern bedurfte Interesse, Zeit und Geduld anderer Menschen.
Diese Menschen sind und bleiben wichtig, auch wenn man einige von ihnen aus den Augen verloren hat. Manche glaubten ihre Wahrheiten seien die richtigen und wandten sich ab, als bemerkt wurde, dass ich weiterging, neues Suchte, auch sie hinterfragte. Andere sind einfach schneller fortgeschritten in ihrer Entwicklung und haben die Seile gekappt, weil es sie bremsen könnte. Wieder andere waren nur kurze Wegbegleiter, im Job, auf Veranstaltungen, beim Sport.
Oder es waren einfach nur spontane Bekanntschaften, auf der Straße, im Club, einer Bar.
Die die blieben sind nicht etwa mit mir den selben Weg gegangen. Nein, die die geblieben sind teilen die selben Schicksale mit denen die nicht geblieben sind. Nur haben sie sich selbst zur Aufgabe gemacht den Blick nicht abzuwenden. Zurückzuschauen, zu unterstützen, um Hilfe zu bitten, sie mitzunehmen. Zu fragen, sich wiederzusehen, in Kontakt zu bleiben, unbestimmt, hin und wieder.
So schaue auch ich stolz auf, helfe gern, vermittle, frage und unterstütze all die, die mir Ihren Blick schenken. Bis heute.
Wichtig sind sie alle, denn sie haben mich zu dem der ich bin werden lassen, und nicht gemacht.
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
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