george peter j. | 14. September 14
>Sonntag 1900<
Erledigt und tatsächlich belebend.
Als durchaus fauler Mensch (Reste des vorgestrigen Grillabends heute erst beseitigt), ist das immer wieder eine schöne Erfahrung. Wie so oft, habe ich diesen Satz und die daraus resultierende Einstellung nicht in mir selbst gefunden, sondern von einer anderen Person mehr oder minder ungewollt mit auf den Weg bekommen. Ich habe einfach hingehört.
Auf der einen Seite stelle ich immer wieder fest, dass um einen herum so viele interessante und wertvolle Sätze gesagt werden, dass ich mich auf der anderen Seite wundere, warum ich so lange nicht richtig hingehört habe. Ich wäre wohl nicht da wo ich heute bin und schon gar nicht wäre ich, wer ich heute bin.
Welche unvermeidliche Frage drängt sich da auf? Was wäre gewesen wenn...?
Nun bin ich in vielerlei Hinsicht zufrieden mit mir und der Welt und es gibt nicht vieles, was ich im Nachhinein bereue. Ändern kann ich es ja nicht.
Der Übergang vom oft oberflächlichen naiven Jungspunnt zum scharfen Beobachter und Lerner war fließend.
Es hat gedauert, wie erwähnt, Jahre. Viel Zeit wurde aufgewendet Vergangenes zu hinterfragen, Meinungen wurden verworfen, neu aufgestellt, wage gelassen, um sich selbst den gerade neu gewonnenen Blick auf die Dinge nicht sofort wieder zu verschließen.
Das Denken wurde vielschichtiger, die Gespräche tiefgreifender.
Aus einer Erkenntnis wuchs die Nächste und die Nächste bis die Erste nicht mehr stimmte. Ein Kreislauf der Suche.
Positivster Nebeneffekt des Ganzen war die Feststellung, dass ich Tonnen unnütze und teilweise fragwürdige Vorurteile auf den Müll werfen konnte.
All dies kam aber nur selten aus mir selbst heraus, sondern bedurfte Interesse, Zeit und Geduld anderer Menschen.
Diese Menschen sind und bleiben wichtig, auch wenn man einige von ihnen aus den Augen verloren hat. Manche glaubten ihre Wahrheiten seien die richtigen und wandten sich ab, als bemerkt wurde, dass ich weiterging, neues Suchte, auch sie hinterfragte. Andere sind einfach schneller fortgeschritten in ihrer Entwicklung und haben die Seile gekappt, weil es sie bremsen könnte. Wieder andere waren nur kurze Wegbegleiter, im Job, auf Veranstaltungen, beim Sport.
Oder es waren einfach nur spontane Bekanntschaften, auf der Straße, im Club, einer Bar.
Die die blieben sind nicht etwa mit mir den selben Weg gegangen. Nein, die die geblieben sind teilen die selben Schicksale mit denen die nicht geblieben sind. Nur haben sie sich selbst zur Aufgabe gemacht den Blick nicht abzuwenden. Zurückzuschauen, zu unterstützen, um Hilfe zu bitten, sie mitzunehmen. Zu fragen, sich wiederzusehen, in Kontakt zu bleiben, unbestimmt, hin und wieder.
So schaue auch ich stolz auf, helfe gern, vermittle, frage und unterstütze all die, die mir Ihren Blick schenken. Bis heute.
Wichtig sind sie alle, denn sie haben mich zu dem der ich bin werden lassen, und nicht gemacht.
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
Erledigt und tatsächlich belebend.
Als durchaus fauler Mensch (Reste des vorgestrigen Grillabends heute erst beseitigt), ist das immer wieder eine schöne Erfahrung. Wie so oft, habe ich diesen Satz und die daraus resultierende Einstellung nicht in mir selbst gefunden, sondern von einer anderen Person mehr oder minder ungewollt mit auf den Weg bekommen. Ich habe einfach hingehört.
Auf der einen Seite stelle ich immer wieder fest, dass um einen herum so viele interessante und wertvolle Sätze gesagt werden, dass ich mich auf der anderen Seite wundere, warum ich so lange nicht richtig hingehört habe. Ich wäre wohl nicht da wo ich heute bin und schon gar nicht wäre ich, wer ich heute bin.
Welche unvermeidliche Frage drängt sich da auf? Was wäre gewesen wenn...?
Nun bin ich in vielerlei Hinsicht zufrieden mit mir und der Welt und es gibt nicht vieles, was ich im Nachhinein bereue. Ändern kann ich es ja nicht.
Der Übergang vom oft oberflächlichen naiven Jungspunnt zum scharfen Beobachter und Lerner war fließend.
Es hat gedauert, wie erwähnt, Jahre. Viel Zeit wurde aufgewendet Vergangenes zu hinterfragen, Meinungen wurden verworfen, neu aufgestellt, wage gelassen, um sich selbst den gerade neu gewonnenen Blick auf die Dinge nicht sofort wieder zu verschließen.
Das Denken wurde vielschichtiger, die Gespräche tiefgreifender.
Aus einer Erkenntnis wuchs die Nächste und die Nächste bis die Erste nicht mehr stimmte. Ein Kreislauf der Suche.
Positivster Nebeneffekt des Ganzen war die Feststellung, dass ich Tonnen unnütze und teilweise fragwürdige Vorurteile auf den Müll werfen konnte.
All dies kam aber nur selten aus mir selbst heraus, sondern bedurfte Interesse, Zeit und Geduld anderer Menschen.
Diese Menschen sind und bleiben wichtig, auch wenn man einige von ihnen aus den Augen verloren hat. Manche glaubten ihre Wahrheiten seien die richtigen und wandten sich ab, als bemerkt wurde, dass ich weiterging, neues Suchte, auch sie hinterfragte. Andere sind einfach schneller fortgeschritten in ihrer Entwicklung und haben die Seile gekappt, weil es sie bremsen könnte. Wieder andere waren nur kurze Wegbegleiter, im Job, auf Veranstaltungen, beim Sport.
Oder es waren einfach nur spontane Bekanntschaften, auf der Straße, im Club, einer Bar.
Die die blieben sind nicht etwa mit mir den selben Weg gegangen. Nein, die die geblieben sind teilen die selben Schicksale mit denen die nicht geblieben sind. Nur haben sie sich selbst zur Aufgabe gemacht den Blick nicht abzuwenden. Zurückzuschauen, zu unterstützen, um Hilfe zu bitten, sie mitzunehmen. Zu fragen, sich wiederzusehen, in Kontakt zu bleiben, unbestimmt, hin und wieder.
So schaue auch ich stolz auf, helfe gern, vermittle, frage und unterstütze all die, die mir Ihren Blick schenken. Bis heute.
Wichtig sind sie alle, denn sie haben mich zu dem der ich bin werden lassen, und nicht gemacht.
In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. G.P.J.
ebee,
Mittwoch, 17. September 2014, 11:44 PM
Äußere Ordnung gleich innere Ordnung.
Denke ich mir immer wieder und nutze das Schaffen der äußeren Ordnung als Ablenkung, um mich nicht nach innen wagen zu müssen.
Denke ich mir immer wieder und nutze das Schaffen der äußeren Ordnung als Ablenkung, um mich nicht nach innen wagen zu müssen.